Runde Geburtstage, silberne und goldene Hochzeiten oder Firmenjubiläen, sind ebenso wie Trauerfälle oft Anlass, auf Geschenke oder Kränze zu verzichten zugunsten eines guten Zweckes.

Es gibt viele Anlässe, um Gutes zu tun!

Spenden aus solchen guten Gründen werden Anlass-Spenden genannt. Kirchengemeinden erhalten durchaus solche Spenden, denn sie sind nahe an den Menschen und die auslösenden besonderen Ereignisse haben häufig einen kirchlichen Bezug. Wie aber können Sie gezielt auf Menschen zugehen und sie motivieren, für Ihren guten Zweck zu spenden?

Öffentlichkeitsarbeit
Zunächst gilt es, Ihre Gemeinde darauf hinzuweisen, dass Sie an „Spenden aus gutem Grund“ interessiert sind und geeignete Projekte dafür haben. Machen Sie im Gemeindebrief und auf der Internetseite deutlich, wofür genau die Anlass-Spende verwendet werden soll. In einem einladenden Artikel beschreiben Sie möglichst mehrere Projekte und stellen diese in einer Auswahlliste zusammen. Weiteres Informationsmaterial (Handzettel, Faltblätter etc.) sollten Sie bereit halten.

Auch wer auf Veranlassung spendet möchte wissen, welchem guten Zweck die Gabe dient. Besprechen Sie mit dem/der Initiator/in, ob z.B. der Einladung eine Projektinformation beigefügt oder im Fall der Sammelbox ein Informationsblatt ausgelegt werden kann.

Aktionsmöglichkeiten
Machen Sie es der veranlassenden Person und deren Gästen so leicht wie möglich. Vorgefertigte Überweisungsträger, anschauliche Projektinformationen, eine repräsentative Sammelbox und/oder Spendentüten sollten Sie zur Verfügung stellen. Eventuell können Sie über die Fundraising-Abteilung Ihrer Landeskirche Sammelboxen ausleihen. Ansonsten finden Sie unter www.komm-webshop.de Angebote für Spendenboxen z.B. in Form einer Kirche.

Abb.: Spendendose der Stadtkirche Wittenberg

 

Die Spenden können in bar gesammelt oder überwiesen werden. Für die bargeldlose Spende gibt es zwei Möglichkeiten:

  • direkte Überweisung an die Kirchengemeinde
  • Überweisung auf das Konto der veranlassenden Person und Weitergabe des Gesamtbetrage an die Kirchengemeinde.

Im ersten Fall haben Sie es mit vielen Einzelspendern zu tun. Im zweiten Fall ist die Initiatorin / der Initiator alleiniger Spender. Welche Form gewünscht wird, müssen Sie im Vorgespräch klären. Bei der direkten Überweisung an die Gemeinde ist es ratsam, ein Kennwort zu vereinbaren.

Dank und Zuwendungsbestätigung
Danken Sie dem Veranlasser und den Gebern persönlich und möglichst schnell nach Erhalt der Spenden. Wenn Ihnen die Einzelspender nicht bekannt sind, d.h. wenn die Gaben vom Gastgeber gesammelt werden, bleibt Ihnen für die Einzelspender der öffentliche Dank z.B. bei den Abkündigen im Gottesdienst und im Gemeindebrief. Hier berichten Sie regelmäßig in welcher Höhe und für welche Projekte Anlass-Spenden gegeben wurden. Ob die veranlassende Person und der Anlass dabei namentlich genannt werden, sollten Sie vorher besprechen. Eine Zuwendungsbestätigung erhalten Einzelspender (bei Überweisung auf das Gemeindekonto) oder der Initiator /die Initiatorin.

Diesen interessiert natürlich, wer seiner gedacht hat. Wenn die Gaben auf das Gemeindekonto geflossen sind, wird er Sie um eine Spenderliste bitten. Sie können in diesem Fall eine Namensliste und die Gesamtsumme der eingegangen Spenden mitteilen. Eine Liste mit Einzelbeträgen sollten Sie nicht ohne Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten Ihrer Landeskirche weitergeben. Ein Kompromiss ist eine Liste mit Spenden-Kategorien: Folgende Personen haben 20 - 50 Euro, 50 - 100 Euro ... gespendet. Damit bleibt der veranlassenden Person die Möglichkeit eines differenzierten Dankes, ohne dass der Datenschutz verletzt wurde.

Falls Sie Anlass-Spenden dauerhaft als Fundraising-Instrument nutzen wollen, sind spezielle Materialien dafür sinnvoll. Hilfreiche Hinweise hierfür haben z.B. die Evangelische Landeskirche Baden und die Evangelische Landeskirche in Württemberg entwickelt.

 

KOLUMNE DES MONATS

In der Kolumne des Monats berichtet Götz Gebureck über Anlassspenden.

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Literaturverzeichnis

 

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