www.kirchengemeinde.de -  die Visitenkarte der Gemeinde

Ein Internet-Auftritt ist für Kirchengemeinden heutzutage unerlässlich und sollte möglichst optimal gestaltet werden.Viele Menschen informieren sich im Internet. Die Website ist oft der erste Eindruck, den sie von Ihrer Gemeinde haben und das sollte unbedingt ein positiver Eindruck sein. Vielleicht ist es an der Zeit, Ihren Webauftritt einmal kritisch zu prüfen. Ist ein Relaunch oder eine Neuentwicklung erforderlich? Fragen Sie doch mal Menschen in Ihrer Gemeinde – und nicht nur die Hochverbundenen – wie ihnen die Website der Gemeinde gefällt oder was sie dort möglicherweise vermissen. gefällt oder was sie dort vermissen.

Chancen
Das Internet ist ein schnelles Medium und inzwischen wohl der meistgenutzte Kommunikationskanal. Erreicht werden nicht nur Mitglieder der Kirchengemeinde, sondern auch Menschen, die an ganz anderen Orten leben. Und es sind nicht nur junge Leute, die im world wide web (www) unterwegs sind. Sie haben inzwischen auch ihre Großeltern mit dem Internet vertraut gemacht. Über Ihre Website können Sie Informationen verbreiten, ein Predigtarchiv aufbauen, einen Veranstaltungskalender installieren, Stellenanzeigen für Ehrenamtliche platzieren oder auch um Online-Spenden werben. Im Internet haben Sie die Chance, der großen Gemeinschaft der Internetnutzer die Vielfalt Ihrer Arbeit zu zeigen und sich als eine junge und moderne Gemeinde zu präsentieren. Wo sonst können Sie z.B. bei einer größeren Spendenkampagne zeitnah und kontinuierlich so viele Menschen  über den aktuellen Stand der Sanierung und der Spendeneingänge informieren?

Ein positiver Eindruck
Ihre Website soll widerspiegeln wofür Ihre Gemeinde steht. Welche Arbeitsfelder stehen für Sie im Mittelpunkt? Entsprechend ist auch die Platzierung auf der Homepage. Eine Menuleiste führt den Besucher entsprechend seinen Interessen oder Fragen.

Selbstverständlich folgt eine gute Website dem Corporate Design der Gemeinde. Das heißt: Das Logo ist immer an derselben Stelle einer Seite eingebunden. Hintergrund, Text und Links haben dasselbe Farbdesign. Denken Sie daran: Bilder sagen mehr als Worte. Eine Website ohne Bilder ist eine uninteressante Bleiwüste. Das gilt für Personen (Pfarrer/Pfarrerin, Kirchenvorstände, Mitarbeitende in der Gemeinde) und für Aktionen. Ein Foto von der Jugendfreizeit, das die Aktivität und Fröhlichkeit der jungen Menschen zeigt, sagt oft mehr aus als eine halbe Seite Text. Noch besser ist ein kurzes Video, das Bild und Text vermittelt.

Inhalt und Aktualität
Internetbesucher wollen schnell einen Überblick über die Angebote der Website haben. Sie haben etwa zwei Sekunden! Es bietet sich daher an, mit Fotos und kurzen Unterschriften oder Texten das Interesse zu wecken und dann zu einem informativen Text zu verlinken. Aber denken Sie immer daran: In der Kürze liegt die Würze. Internetnutzer halten sich nicht lange bei einem Text auf.
Neben einer ansprechenden Gestaltung ist die Aktualität ein wichtiges Erfolgskriterium. Das Internet ist ein sehr schnelles Medium. Sie wissen ja: Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern. Das Internet ist noch schneller.  Das soll nun nicht heißen, dass Sie täglich neue Meldungen verbreiten müssen. Wenn aber unter Veranstaltungen im April noch der Adventsbasar beworben wird, welcher Eindruck entsteht dann beim Besucher der Seite?

Damit Nutzer motiviert werden, Ihre Website zu besuchen, ist es wichtig, dass auf der Startseite erkennbar ist, was es „Neues“ gibt. Ein Button „Neu“ oder „Aktuelles“ kann Besucher z.B. zu den wichtigen Nachrichten führen. Und es gibt doch immer etwas zu berichten: Der Ausflug der KiTa-Gruppe; der Chor, der das Weihnachtsoratorium einstudiert;  die Wandergruppe, die ein Stück Pilgerweg gegangen ist. Und welche Erkenntnisse können von der Klausur-Tagung des Kirchenvorstandes veröffentlicht werden? Beschränken Sie sich dabei nicht auf ein Bild und die Bildunterschrift „ am ersten Mai-Wochenende traf sich der Kirchenvorstand zu einer Klausur-Tagung“. Es ist doch etwas passiert an diesem Wochenende! Berichten Sie darüber. Auch die Finanzsituation der Gemeinde lässt sich erklären. Warum brauchen Sie trotz der  Kirchensteuereinnahmen noch finanzielle Unterstützung?
Wenn z.B. die Kirchensanierung ansteht und über mehrere Jahre Menschen zur Unterstützung motiviert werden sollen, lohnt sich evtl. eine eigene Website. Dort können Sie alle Aktionen vorstellen oder monatlich in einem Baustellentelegramm über den Baufortschritt berichten. Ein Spendenbarometer zeigt den aktuellen Spendenstand, ein Online-Spendentool ermöglicht schnelles und unkompliziertes Spenden. Die Unions-Kirchengemeinde in Idstein z.B. hat auf ihrer Seite www.unionskirche-retten.de ein kurzes Video eingestellt. Darin führt uns die muntere Cara durch die Kirche. Sie zeigt uns Schäden und spricht mit einem Sachverständigen über die Sanierung. Dabei stellt Cara viele Fragen, z.B.: Kann man die Bemalung wieder reparieren? Warum kostet das soviel Geld?
 

Aufwand
Zugegeben: eine solche Website macht Arbeit und kostet Geld. Vermutlich werden Sie eine Agentur beauftragen müssen, für Sie einen Internetauftritt zu erstellen. Das bedeutet Kosten, aber Sie bekommen dafür ein professionelles Produkt, das technisch auf dem neuesten Stand ist. Das ist eine lohnende Investition. Vielleicht können Sie Spender oder Sponsoren gewinnen, die bei dieser Investition helfen. Das können Privatpersonen sein oder ortsansässige Unternehmen, die auch im Gemeindebrief inserieren. Ein professioneller Internetauftritt mit vielen Zugriffen auf die Seite ist auch für Unternehmen interessant. Vielleicht lebt in Ihrer Gemeinde sogar ein Webdesigner, der die Seite für Sie kostenfrei erstellt oder umgestaltet.Um die Kosten möglichst gering zu halten, ist es naheliegend, die Pflege der Website in Eigenregie zu übernehmen. Dazu bietet sich ein sogenanntes Content-Management-System (CMS) an, das mehreren Nutzern den Zugang zu einer Pflegeoberfläche ermöglicht und das weitgehend intuitiv zu bedienen ist. Vielleicht bietet Ihre Landekirche ein solches System an? Die Pflege der Seite lässt sich dann z.B. durch einen versierten Internetfreak erledigen, der das für Sie ehrenamtlich übernimmt.

Bevor Sie eine Agentur beauftragen, sollten Sie ein Konzept entwickeln. Denn je genauer Sie beschreiben können, was und wen Sie mit Ihrer Website erreichen wollen, welche Arbeitsfelder dargestellt und welche Informationen enthalten sein sollen, desto präziser kann die Internet-Agentur Ihre Wünsche umsetzen.

 

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