Handgemacht oder vom Grafikbüro designt – Faltblätter oder neudeutsch „Flyer“ spielen in der Informations- und Werbearbeit der Kirchengemeinden eine zunehmend wichtigere Rolle. Deshalb möchte ich Sie anregen, sich mit einigen Gedanken zu diesem Instrument auseinander zu setzen.

Erstens: Faltblätter werden für die Empfänger gemacht, nicht für den Gestalter. Denken und Empfinden Sie von der Warte Ihrer Zielgruppe aus und beachten Sie: nicht alles was moderne Grafikprogramme können, muss genutzt werden. Will man z.B. bei seinen Seniorinnen um Unterstützung für den Kinderchor werben, verbietet sich die acht-Punkt-Schrift ebenso, wie der hellgelbe Text, der kunstvoll über ein symbolträchtiges Foto platziert wird. Selbst junge Augen tun sich damit schwer.

Zweitens: Weniger (Text) ist mehr! Bleiwüsten schrecken den Betrachter ab. Reduzieren Sie die Informationen auf ihren Kern, arbeiten Sie mit Stichworten hinter Spiegelstrichen, nutzen Sie Über- und Bildunterschriften für Ihre Informationen. Wichtige Informationen müssen natürlich enthalten sein: zum Projekt und vor allem zu Reaktionsmöglichkeiten. Es wäre fatal, wenn Ihre Seniorinnen vergeblich nach Hinweisen zum Spendenkonto suchen müssten.

Drittens: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Flyer werden in erster Linie betrachtet (nicht gelesen). Versuchen Sie über gute Bilder Ihre Botschaft zu übermitteln. Ihre Seniorinnen wird ein Foto der mit Freude und Inbrunst singenden Kinder tiefer bewegen als ein langer Text über den pädagogischen Wert musikalischer Früherziehung.

Viertens: Achten Sie darauf, dass Ihr Faltblatt zur Gemeinde gehört. Das Gemeindelogo, die Gemeindefarben sind dabei ebenso wichtig wie die gemeindegemäße Sprache und Gestaltung.

Fünftens: Gehen Sie planvoll und systematisch vor. Überlegen Sie genau, wie viele Exemplare sie benötigen, wie diese verteilt und welche Aktionsmöglichkeiten für die Empfänger geschaffen werden sollen. Das verhindert, dass irgendwann kistenweise veraltete Faltblätter entsorgt werden müssen oder dass beim Versand die Portogrenze geknackt wird. Bedenken Sie: Die Kosten für Gestaltung, Druck und Verteilung von Faltblättern oder Flyern werden aus Kirchensteuermitteln oder Spenden bezahlt und damit gilt es, verantwortungsvoll umzugehen.

Christian Rupp
Evangelisches Dekanat
rupp@haus-der-kirche.de
fundraising@ekhn-kv.de
 

Mit Worten bewegen - mit Bildern berühren

Werbung für Spendenprojekte geschieht heute mit professionell gestaltetem Werbematerial. Als Kirchengemeinde müssen Sie sich dem Wettbewerb großer gemeinnütziger Organisationen stellen. Flyer werden dann gelesen, wenn die Informationen anschaulich dargestellt und mit Bildern unterlegt sind. Eine angemessene Textmenge überfordert den Leser nicht. Aber es geht um mehr, als um Text und Bilder. 

Mehr über die Gestaltung von Flyern und Broschüren finden Sie hier.

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