Die Gabe in den Klingelbeutel ist normalerweise steuerlich nicht absetzbar. Bietet die Kirchengemeinde ihren Gottesdienstbesuchern jedoch sogenannte Kollektenbons an, so kann sie hierfür Zuwendungsbestätigungen ausstellen. Viele Kirchengemeinden in verschiedenen Landeskirchen nutzen bereits diese Möglichkeit.

Kollektenbons sind vor allem für diejenigen Gemeindemitglieder interessant, die auch zu größeren Opfergaben bereit und in der Lage sind.

Kollektenbons können zum Beispiel im stabilen, mehrfach verwendbaren Scheckkartenformat oder auf perforierten Abreißbögen zur einmaligen Verwendung hergestellt werden. Die Karten oder Bögen werden mit Werten von 2, 5 oder 10 Euro, eventuell auch mit einem oder 20 Euro, bedruckt und im Gemeindebüro verkauft. Dort wird entweder direkt die Zuwendungsbestätigung ausgestellt oder sie wird zusammen mit einem Dankbrief zugeschickt.

In einigen Fällen ist es Kirchengemeinden bereits gelungen, dass die Produktionskosten für wieder verwendbare Kollektenbons von einem ortsansässigen Unternehmen, eventuell der Hausbank, übernommen wurden. Diese Kosten können selbst bei höheren Stückzahlen ohne weiteres 20 Cent je Bon betragen, so dass sich eine Anfrage lohnt. Fragen Sie auch bei den Fundraising-Beauftragten in Ihrer Landeskirche nach, ob es Unterstützung bei der Einführung von Kollektenbons gibt.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat eine Steigerung der Kollekteneinnahmen um 20 bis 30 Prozent in denjenigen Gemeinden festgestellt, die Kollektenbons eingeführt haben.

Wer Kollektenbons einführt, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie einen Mehraufwand in der Verwaltung bedeuten:

  • höhere Besucherzahl im Gemeindebüro
  • Verkauf abwickeln und Kasse führen
  • Zuwendungsbestätigung ausstellen
  • Dankbrief schreiben
  • ggf. Porto

Andererseits ermöglicht der Verkauf der Bons auch einen persönlichen Kontakt zwischen kirchlichen Mitarbeiter/innen und Gemeindemitgliedern und somit ein angenehmes Erlebnis, das in guter Erinnerung bleibt.

Eine Alternative zu Kollektenbons können Spendentüten sein, wie sie z.B.in Mannheim verwendet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Foto: Evangelische Gedächtniskirchengemeinde, Bad Homburg

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